slideroneone 08Alonissos hat Seele. Die meisten Leute sagen, dass sie sich hier sofort zuhause gefühlt haben, als sie das erste Mal einen Fuß auf die Insel setzten. Und wer schon einmal hier war, der kommt auch immer wieder. Was ist es also, dass die Menschen wieder und wieder zurückkehren lässt? Was ist es, dass die Leute veranlaßt, weder Kosten noch Mühen zu scheuen, beschwerliche Flug-, Bus- und Schiffsreisen auf sich zu nehmen, nur um auf dieses kleine Eiland zu gelangen, wo es doch so viele andere zugänglichere und aufgregendere Reiseziele gibt? Was genau überzeugt die Leute davon – obwohl es hier kein weitschweifiges Nachtleben, keine großartigen Einkaufsmöglichkeiten, keine 5-Sterne-Hotels und keine Wellness-Oasen gibt – dass dies der perfekte Ort ist, seinen Urlaub zu verbringen?

Die bloße Schönheit der Insel ist sicherlich einer der Gründe, es gibt diese unglaublichen Ausblicke, die sternenübersäten Nächte, den Charakter und die Ruhe des Alten Dorfes, das Fehlen von Straßenverkehr, von Kriminalität, die low-key Unterhaltung und der absolut relaxte Lifestyle.

Der einfachste Weg, die richtige Antwort zu finden, ist herzukommen und es selbst zu erfahren. Und vielleicht, ja, vielleicht, gesellen Sie sich dann auch zu denjenigen, die nicht fernbleiben können!

 

Geschichtliches

Erste Zeugnisse der Geschichte reichen zurück bis ins Jahr 700 vor Christus. 1538 wurde fast die gesamte Bevölkerung der Insel durch einen schweren Angriff des Piraten Barbarossa ausgelöscht. Die meisten Einwohner wurden getötet, die Überlebenden wurden entweder in die Sklaverei gezwungen oder flohen von der Insel. Sie blieb bis ins späte 16te Jahrhundert unbewohnt, dann gab es langsam eine gemäßigte Zuwanderung von Bewohnern der Nachbarinseln und vom Festland. Die Hauptansiedlung befand sich in „Palia Chora”, ein hochgelegener Punkt am südlichen Ende der Insel. Zu diesem Zeitpunkt erstreckte sich das Dorf innerhalb des Kastros (Fort) , von dem immer noch Überreste im oberen Dorf zu finden sind. Im Laufe der Zeit breitete sich die Besiedelung weiter den Berg hinunter aus und die Bevölkerung wuchs.

In den 1960er Jahren wurde die Inseln gleich von zwei schweren Katastrophen heimgesucht. Erst wurden alle Weinreben durch die Reblaus vernichtet und dann, im Jahre 1965, wurde das „Alte Dorf” zum größten Teil von einem heftigen Erdbeben zerstört. Über ein Jahr lebte die Bevölkerung in Zelten, bis die Mehrheit der Einwohner im Hafenort Patitiri neu angesiedelt wurde. Obwohl einige ins „Alte Dorf” zurückkehrten, bevorzugten die meisten doch die Annehmlichkeiten der moderneren Häuser im Hafen. Das „Alte Dorf” blieb halb ausgestorben zurück, bis der Tourismus die Insel eroberte und Fremde das Eiland besuchten. Es war nur eine Frage der Zeit, bis diese Fremden zu den neuen Besitzern der alten Dorfhäuser wurden und sich der schwierigen Aufgabe verschrieben, die alten Gebäude zu restaurieren und so die Schönheit und den einzigartigen Charme des „Alten Dorfes” wieder auferstehen zu lassen – der Rest ist Geschichte. 1988 wurde das Dorf ans Stromnetz angeschlossen und die Straße von Patitiri herauf wurde asphaltiert. Eine neue Dorfgemeinschaft war geboren.