slideroneone 10Alonissos ist berühmt für seinen Meeresnationalpark Mittelmeer – und zurecht stolz darauf. Es gibt eine Reihe von Bootstouren hinaus in die glitzernde Agäis. Dabei kann es schon vorkommen, dass sie von eine Delphinschule begleitet werden. Die vom Aussterben bedrohte Mittelmeer-Mönchsrobbe (Monachus Monachus) ist hier heimisch und kann gelegentlich beobachtet werden, sowie große Fischschwärme und anderes maritimes Leben. Wenn Sie den Blick nach oben richten können Sie einen ebenfalls hier heimischen Greifvogel entdecken, den Eleonorenfalken, der am Himmel majestätisch seine Kreise zieht. Dabei werden sie unter Umständen scharf von der einen oder anderen Ziege beobachtet, die in den steilen Klippen umherstreifen.

Die Ausflüge gehen zur Insel Peristera, die nur im Sommer von ein paar wenigen Menschen bewohnt wird, zum Kloster auf der Insel Kyria Panagia, welches von einem einzigen Mönch bewohnt wird, und zu den weiter entfernten Inseln Skantzoura, Yioura und Psathoura. Außerdem werden Ausflüge mit einem Glasbodenboot angeboten – aber da die Angebote von Jahr zu Jahr variieren, ist es am besten, Sie informieren sich bei Ankunft auf der Insel über alle Möglichkeiten.

Zurück an Land gibt es ein paar bescheidene archäologische Stätten, die man gesehen haben sollte – aber bitte erwarten Sie keinen Parthenon oder eine Nekropolis von Knossos – Sie wären enttäuscht. Der Strand von Tsoukalia ist eine dieser Stätten. Hier finden Sie die Überreste einer Amphorenwerkstatt, deren Steingutscherben bis ins 4. Jahrhundert vor Christus zurückdatiert werden können. Hier steht auch eine alte Windmühle. Einige archäologische Funde gibt es auch in Kokkinokastro – aber ernsthaft – Alonissos ist keine Insel, die man aus archäologischem Interesse besucht.

Überall auf der Insel verteilt findet man kleine Kirchen und Kapellen. Solche, wie die Kirche des Agios Yiorgos, die sich in etwa 10 km Entfrenung von Patitiri an der Straße nach Yerakas befindet. Es gibt dort einen kleinen Parkplatz mit einer ausgezeichneten Aussicht hinüber zu den verschiedenen Inseln und an einem klaren Tag hat man in der Tat einen überwältigenden Ausblick. Die zwei kleinen Kapellen von Agios Anargii sollten Sie auch in Ihre Sightseeing-Tour einbauen. Nach einem kurzen Spaziergang durch den Pinienwald stoßen Sie auf die alte byzantinische Kapelle und ihre jüngere Nachbarin, die gebaut wurde, um das Original zu ersetzen, das durch das Erdbeben zerstört worden war. Seitdem ist sie allerdings restauriert worden, ist aber leider kaum geöffnet vorzufinden. Die Kapellen stehen oben auf einer Klippe mit einem phantastischen Blick über die kristallklare Bucht unter ihr. Auch im „Alten Dorf” gibt es einige dieser kleinen Kapellen, die allerdings nur an der Namenstagen Ihrer Schutzheiligen benutzt werden.

Der Berg Kalovoulos ist ein 325m hoher Gipfel an der Seite des „Alten Dorfes”. Sie passieren den Friehof zur Rechten, folgen der Straße in einem weiten Bogen nach links, und in der Böschung rechter Hand finden Sie einen gekennzeichneten schmalen Pfad, der Sie zum Gipfel führt. Man sollte trittfest sein, da man hier und dort ein bisschen klettern muss, aber es lohnt sich – von oben hat man einen herrlichen Rundumblick aufs „Alte Dorf” zur einen Seite und über die gesamte Küstenlinie zur anderen bis hin zu den verschiedenen Nachbarinseln, nach Euböa, den Zwei Brüdern und Skopelos. Für den Aufstieg brauchen Sie ca. 20 Minuten in gleichmäßigem Schrittempo, aber jeder Schritt lohnt sich.

Außerhalb des Dorfes, am Beginn der Haupststraße nach Patitiri, sehen Sie die Dreschplätze, die bis Ende der 1970er Jahre benutzt wurden (ein weiterer befindet sich oben, in der Nähe des Friedhofes). Es gibt eine jährliche Dresch-Vorführung im Juli oder im August, eine Veranstaltung mit gastronomischen Angeboten.

Mietwagen sind selbstverständlich verfügbar – Olyvia wird Ihnen bei den Formalitäten behilflich sein. Außerdem, wenn Sie es bevorzugen, den Fahrtwind hautnah zu spüren – in Patitiri gibt es zahlreiche Anbieter für Motorrad-/Motorroller-Vermietung.